Posaunenfeste

02.07.2012: Immer mehr…
… wünsche man sich heute in unserer Gesellschaft. So begann CVJM-Generalsekretärin Hildegard vom Baur ihre Festansprache zum 92. Posaunenfest der Oberbergischen Posaunenvereinigung (OPV) in Heidberg. Die Sehnsucht nach Mehr in Glauben und Gemeinden sollten sich die Menschen aber erhalten, ansonsten verliere man den Himmel aus dem Blick. Mehr Regen wünschten sich die zahlreichen Bläser und Gäste beim Blick in den Himmel aber nicht. Nur kurzfristig fand die Open-Air-Veranstaltung unter Regenschirmen, Kapuzen und selbstgebastelten Kopfbedeckungen statt. Zum gemeinsamen Kaffeetrinken strahlte die Sonne.
Zuvor hatte unser Kreisdirigent Andreas Form die Bläserinnen und Bläser aus den 26 Chören des Kirchenkreises durchs musikalische Programm dirigiert und „in Form“ gehalten. Es ging vom „Festlichen Marsch“ über die Ballade „Embraceable You“ weiter zur flotten Swingnummer „King Of The Road“ bis am guten Schluss mit „Ist Gott mein Schutz und treuer Hirt“ ein Bachchoral erklang. Kurzweilige Moderationen kamen vom Posaunenchor Heidberg, der zum dritten Mal Gastgeber des Bläsertreffens war.
Beim Jungbläserkonzert am Mittag hatte die Ermittlung des jüngsten Jungbläsers unserem Vorsitzenden mathematische Höchstleistungen abverlangt. Aber irgendwie schaffte er es dann doch.
Für ein Mehr an „Dienstjahren“ in ihren Posaunenchören wurde folgende Bläser mit einer Urkunde geehrt: Vom Posaunenchor Remperg Karl-Otto Dreisbach für 50 Jahre sowie Eckhard Gülicher für 40 Jahre Zugehörigkeit neben seiner fast 20jährigen Chorleitertätigkeit; weiterhin aus dem Kleinchor Posaunistin Marita Koslowski für 40 Jahre und vom Posaunenchor Poco Brass 1882 Thierseifen Helmut Marrenbach. Eine weitere Gratulation ging an Erhard Hamann, Chorleiter von RoDa Brass – dem Zusammenschluss des Posaunenchors Rosbach mit dem Bläserkreis Dattenfeld – für seine 40 Jahre Chorleitertätigkeit. Der Bläsergottesdienst am Vormittag wurde von unserem Vorsitzenden, dem Blechblasensemble tuba mirum und dem Posaunenchor Heidberg zum Thema „Wege“ gestaltet. In einer Liedpredigt über das Paul-Gerhardt-Lied „Befiehl du deine Wege“ betonte Jürgen Knabe, dass Gott uns als Einzelne, als Chöre und als Gemeinde begleite. Das gelte auch für die Kirchengemeinden Heidberg und Odenspiel auf ihrem Weg zur Fusion. „Tuba mirum“ hatte das Posaunenfest bereits am Vorabend mit einem beeindruckenden Konzert eröffnet.


Am Ende des Festes – in kleinem Kreis – gestand unser Kreisdirigent, dass er ob des Tages beglückt sei. Na also! Die Beglückung des Dirigenten ist zwar nicht der Hauptzweck eines Posaunenfestes… - Aber: Gott sei Dank!
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Unser nächstes Ziel ist der 27. Oktober 2012. Dann lädt uns der Ev. Posaunendienst in Deutschland zu einer landesweiten Bläseraktion unter dem Motto „Ein klangfeste Burg“ ein. In ganz Deutschland und darüber hinaus wird von Türmen, auf öffentlichen Plätzen und in Kirchen am 27. Oktober Reformation und Musik – Bläsermusik – „hinausposaunt“ werden – eine Art geistlicher Flashmob.
Die Oberbergische Posaunenvereinigung lädt dazu alle Bläser und Sie am 27. Oktober um 18 Uhr in die Ev. Kirche nach Dieringhausen ein.
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!

Beate Ising



4. Juli 2011: Eingeladen…
… hatte der Posaunenchor Berkenroth am vergangenen Sonntag anlässlich seines 90. Geburtstags zum 91. Posaunenfest der Oberbergischen Posaunenvereinigung (OPV). Mehrere hundert Bläser und Gäste waren der Einladung gefolgt und saßen am Nachmittag in Berkenroth gut beschirmt und teilweise in Decken gehüllt auf der Wiese zwischen Kirche und Dorfhaus. Wegen der Außentemperaturen hinkte der spätere Vergleich des Festredners mit der Fürstenhochzeit in Monaco am Tag zuvor. Außerdem gab es dort nur einige wenige Fanfaren, in Berkenroth aber ca. 120 Trompeten, Hörner, Posaunen, Tuben und auch Klarinetten, Pauken und Schlagzeug.
Aber der Reihe nach…
Den morgendlichen Festgottesdienst gestalteten der Posaunenchor Berkenroth, Pfarrer Kliesch und Superintendent Knabe – zugleich Vorsitzender der OPV. Chorleiter Guido Rödder umschrieb „Bläsergottesdienst“ mit den Worten „Bläser dienen Gott“. Jürgen Knabe hielt seine Predigt über die Jahreslosung aus dem Römerbrief „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“. Anschaulich beschrieb er das Böse im Leben und in der Welt. Aber auch die Chancen eines jeden Menschen als geliebtes Geschöpf Gottes dieses mit guten Taten und auf dem Weg der Liebe im Sinne Christi zu überwinden. Für das leibliche Wohl an diesem Tag sorgte der Kirchbauverein Harscheid.
Unter dem Motto „Jugend hörnzt“ spielten 30 Nachwuchsbläser der OPV zur Mittagsmusik auf. An zwei Jungbläsertagen im Juni hatten sie dafür geübt. In der Festveranstaltung am Nachmittag unter dem Thema „Eingeladen zum Fest des Glaubens“ erzählte Pfarrer Ralf-Andreas Kliesch anhand des Gleichnisses von der Einladung zum großen Abendmahl aus dem Lukasevangelium beeindruckend von Gottes Einladung zum Glauben. Grußworte seitens der gastgebenden Kirchengemeinde und der Zivilgemeinde Nümbrecht sprachen Pfarrer Michael Ebener und Bürgermeister Hilko Redenius, für den Kirche für Werte stehe, die das Leben lebenswert machten.
Musikalisch stand die Festveranstaltung ganz „im Zeichen seiner Liebe“, dem neuen Notenheft für Bläserliteratur. In einem bunten Querschnitt ging es von Fanfare, Intrade und Canzon über Rock Fantasie bis hin zu modernen Arrangements wie dem Liebeslied des „Königs der Löwen“ und „Gabriellas Song“ aus dem schwedischen Film „Wie im Himmel“. Andreas Form – Posaunenwart beim CVJM-Westbund – hielt den großen Klangkörper aus den Bläsern der 27 Chöre des Kirchenkreises fest in seinen Händen. Spürbar stimmte hier neben der Musik, auch die Chemie. Berkenroths Chorleiter Guido Rödder moderierte interessant und kurzweilig zwischen den Vorträgen. Bläserarbeit lebt vor allem auch von der Treue. Eindrucksvolle Beispiele boten hier Helmut Kaiser, Tubist im Posaunenchor Eckenhagen und Dieter Schmidt, Tenorhornblöser im Posaunenchor Remperg. Helmut Kaiser besuchte an diesem Tag des 65. Posaunenfest in Folge. Seine bläserischen Anfänge lagen nach dem 2. Weltkrieg im Posaunenchor Berkenroth. Dieter Schmidt bläst seit 60 Jahren im Posaunenchor Remperg; über 30 Jahre war er dessen Vorsitzender. Aber es gilt auch die Zukunft zu sichern. Garanten dafür waren u.a. die beiden jüngsten Bläserinnen an diesem Tag: Lea und Vivienne – beide acht Jahre alt – vom Posaunenchor Berkenroth. Weitere Ehrungen und Dank überbrachte Jürgen Knabe an den scheidenden Kreisdirigenten Kantor Martin Kotthaus, der von 2005 bis 2010 die Posaunenfeste leitete, und Paul Mack für die Neugestaltung der OPV-Homepage. Nach der Festveranstaltung gab es ein großes Kuchenbuffet für Bläser und Gäste.
Gott sei Dank für diesen schönen gesegneten Tag mit viel Musik und Begegnungen!


Beate Ising



90 Jahre Oberbergische Posaunenvereinigung
Nicht nur heiße Luft…
… auch reichlich Bläsermusik gab es am ersten Julisonntag (04.07.2010) in Holpe und auf Hof Hagdorn. Die Oberbergische Posaunenvereinigung (OPV) feierte ihr 90jähriges Bestehen mit vielen Bläsern und Gästen. Den Auftakt machte am Morgen ein Festgottesdienst unter dem Thema „Dankbar aus Gottes Kraft leben“. Pfarrer Heiner Karnstein und die Posaunenchöre Holpe, Odenspiel und Winterborn brachten dies in Wort und Musik zum Ausdruck. In der Predigt zum Wort vom Kreuz (1. Kor. 1, 18-25) machte Pfarrer Karnstein deutlich, dass das Kreuz für Christen das Zeichen für geschenkte und dankbare Lebendigkeit ist. Neben dem Vorsitzenden der OPV Superintendent Jürgen Knabe sowie Morsbachs Bürgermeister Jörg Bukowski war besonderer Gast an diesem Tag Hans Aring, Sohn des Mitbegründers der OPV Pfarrer Friedrich August Aring. Auch im parallel laufenden Kindergottesdienst war das Posaunenfest Thema: „Jericho und die Posaunen“ beschäftigte die Kinder.

Anschließend ging es im Planwagen-Pendelverkehr aus dem Holper Tal auf den Hof Hagdorn. Hier bot sich den ca. 500 Bläsern und Gästen eine ganz besondere Kulisse. Im großen Stall und unter einem riesigen Fallschirm gab es zwar viel heiße Luft, aber auch Schatten und reichlich Bläsermusik. Kreisdirigent Martin Kotthaus leitete den großen Klangkörper aus den Bläsern der 27 Chöre des Kirchenkreises. Die Festveranstaltung am Nachmittag stand unter dem Motto „Durch die Zeiten miteinander loben und danken dem Herrn“. Die Grußworte von Pfarrer Karnstein, Vizelandrat Professor Dr. Wilke und Bürgermeister Bukowski ließen spüren, dass die Redner mit der Materie vertraut waren. Es gab Einblicke in alte OPV-Protokolle, gutes Abschneiden beim Vergleich mit den WM-Vuvuzelas und ausgesuchte Bibelstellen zu Posaunen und Trompeten. In Wort und Musik ging es interessant und abwechslungsreich durch 90 Jahre OPV-Geschichte. In der Festansprache nahm Jürgen Knabe u.a. auf die bisher sehr erfolgreiche Fußball-WM Bezug. Er stand nicht nur hinter schwarz-rot-goldener Blumenkulisse, sondern zitierte auch Torschützen Thomas Müller „Der Star ist die Mannschaft“, um den Gemeinschaftsgedanken der Posaunenchorarbeit zu verdeutlichen.

Im Anschluss an die Feierstunde lud die OPV alle Bläser und Gäste zu Kaffee, Kuchen und Eis ein.

Angesichts der besonders schönen Kulisse und der vielen Bläser und Gäste wird dieser Festtag als ein Highlight in die Geschichte der OPV eingehen.


Beate Ising